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Grußworte zum 12. KVI Kongress 2017

Der diesjährige KVI Kongress findet vom 21. bis zum 22. Juni 2017 im Erbacher Hof in Mainz statt.

Prälat Dietmar Giebelmann, Generalvikar des Bisums Mainz

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, dass der 12. KVI Kongress vom 21. - 22. Juni 2017 und damit Sie in unserem Tagungszentrum „Erbacher Hof“ wieder zu Gast sind. Herzlich Willkommen! Das Team des Erbacher Hofs wird auch in diesem Jahr seinen Teil dazu beitragen, dass Sie sich in Mainz wohl fühlen.

Der diesjährige KVI Kongress steht unter dem Thema „Sich dem Wandel stellen“ und knüpft an das letztjährige Motto an. Jeder Wandel bedeutet Veränderung. Und jede Veränderung verunsichert uns, wenn wir diese nicht gestalten. Stichworte wie: Digitale Transformation, Transparenz der Finanzen, Prozessmanagement, Gewinnung guter Mitarbeiter, Positionierung kirchlicher Verwaltungen als attraktive Arbeitgeber, Qualitätsmanagement sind mehr als nur Veränderung in der Verwaltung. Diese Themen haben auch Einfluss auf die pastorale Entwicklung eines Bistums oder einer Landeskirche.

Mit dem diesjährigen Kongressmotto führen Sie die Reihe der aktuellen und zukunftsweisenden Themen fort, die den KVI Kongress auszeichnen, um den verwaltungsorientierten Führungskräften neue Impulse zu geben. Hier können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Bistümern und Landeskirchen erleben, wie Arbeitswelten in der kirchlichen Verwaltung neu gestaltet werden und wie sich Berufsbilder verändern bzw. verändern können. Hier werden Mitarbeitende motiviert, an den anstehenden Veränderungen mitzuwirken und diese mitzugestalten.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen, Teilnehmern, Mitwirkenden und den Veranstaltern einen informativen, erkenntnisreichen Austausch beim 12. KVI Kongress in Mainz.

Prälat Dietmar Giebelmann, Diözesanadministrator des Bistums Mainz

Heinz Thomas Striegler, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)

„Sich dem Wandel stellen“, so lautet das Motto des diesjährigen KVI-Kongresses, im Vorjahr hieß es „Wandel als Chance“.

Die Betonung des Wandels in einem Leitsatz für eine Tagung würde im Banken- oder Industriebereich sicherlich gar nicht auffallen. Aber bei einem Kongress von Führungskräften in Kirchen, kirchlichen und kirchennahen Organisationen entdecke ich doch ein gewisses Spannungsverhältnis. Geht es hier doch um Einrichtungen, die auf eine Jahrhunderte oder Jahrtausend alte Tradition zurückblicken können, immerhin feiern wir dieses Jahr schon 500 Jahre Reformation. Wir in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gelten als recht reformfreudig. In der Tat sind in den letzten 20 Jahren doch recht herausfordernde Reformschritte unternommen worden: Ich denke dabei an die Dekanatsstrukturreform vor mehr als 15 Jahren mit der Stärkung der mittleren Ebene und auch der Konzentration von Verwaltungseinheiten in der Fläche. Dazu gehört der zurzeit laufende Prozess des Zusammenschlusses von Dekanaten. Schließlich zähle ich auch die Reduktion der Zahl der Propsteien und auch unser derzeitiges Großprojekt mit der Umstellung auf die Doppik auf allen Ebenen unserer Kirche dazu.

Wen wundert es da, wenn ich vermehrt Stimmen wahrnehme, die sagen: Können wir nicht auch mal ein paar Jahre ein wenig konsolidieren und eine Pause einlegen? Müssen wir uns tatsächlich von Projekt zu Projekt treiben lassen? Dann wird angemerkt, dass die kumulative Wirkung von mehreren Projekten im selben Zeitraum zu einer überbordenden Belastung für alle Beteiligten führt. Solche Argumente und Sorgen sind, finde ich, durchaus berechtigt. Dennoch müssen wir uns dem Wandel stellen. Ich denke dabei an technischen Fortschritt, an Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen oder auch schlichtweg die Entwicklung unserer Mitgliederzahlen. Würden wir uns den notwendigen Anpassungsprozessen nicht stellen und der nachfolgenden Generation verkrustete und veraltete Rahmenbedingungen zumuten, würden wir unserer Verantwortung im hier und heute nicht gerecht. Um unsere 21.000 Mitarbeitenden in der EKHN und die 11.0000 Ehrenamtlichen in den Kirchenvorständen auf solchen Wegen mitzunehmen, bedarf es allerdings auch eines gesunden Augenmaßes. Vor allem muss allen Beteiligten ausreichend Zeit für die Veränderungsprozesse gegeben werden.

Oberkirchenrat Heinz Thomas Striegler, Leiter der Kirchenverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)